Mendoza ist quadratisch praktisch gut. Ich habe mir die Stadt für die Feiertage gewählt, in der Hoffnung dort ein paar offene Geschäfte aber vor allem Restaurants zu finden. Mein Hotel liegt ziehmlich nah am Plaza Principal also im Stadtzentrum, ist ganz gemütlich und hat einen Pool. Viel ist in der Stadt nicht los und ich wunder mich etwas aber die Feiertage sind nahe und bei einem Spaziergang in den etwas weiter entfernten Parque General San Martin weiß ich warum! Das Leben tobt hier! In dem riesiegen Park ist scheinbar fast ganz Mendoza unterwegs. Die meisten sehe ich beim Picknick, andere machen Sport oder gehen einfach nur spazieren. Bei einem leckeren lokalen Bier schaue ich dem bunten Treiben zu. Für den 24.12. habe ich mir in einem Restaurant nicht sehr weit vom Hauptplatz ein Weihnachtsmenü reserviert. Mehrere Gänge mit entsprechenden Weinen dazu warten auf mich! Ansonsten vertreibe ich mir die Tage mit Spaziergängen vor allem um die anderen vier kleineren Plätze die an den Plaza Pricipal angenzen, springe ab un zu in den Pool, lese etwas und arbeite an meiner Seite und den Filmen.
Heilig Abend und ich freue mich auf das Menü. Im Restaurant Estancia La Pasión wird ordentlich aufgefahren! Am Anfang denke ich noch, dass geht aber fix hier, kaum fertig kommt auch schon der nächste Gang. Aber das Tempo passt sich an, die Portionen scheinen nicht so groß aber bei mehreren Gängen merke ich, dass ich am Ende an meine Grenzen komme. Den Weihnachtskuchen ganz am Ende verschmähe ich aber das Krokantstückchen das geht natürlich noch. Die Weine dazu, allesamt sehr gut und auch da nehme ich am Ende nicht den Süßen sonder lasse mir lieber noch einmal ein Glas Malbeck einschenken.
Ich schlendere nocheinmal gemütlich über den Hauptplatz un kehre ins Hotel zurück. Am Pool lasse ich den Abend ausklingen, als plötzlich um Null Uhr überall rund herum Feuerwerke und Böller kos gehen. Ich wundere mich aber so scheint hier Weihnachten gefeiert zu werden. Auch am ersten Weihnachtsfeiertag bleibt fast alles zu und so wird das eher eine sehr entspannte und gemütliche Zeit. Ich schaffe es am Letzten Abend noch einmal in ein Staekrestaurant zu gehen und gönne mir mal wieder einfach nur ein wirklich gutes Stück Fleisch und einen Malbeck dazu. Am Spiringbrunnen auf dem Plaza Prinzipal gibt es jeden Abend eine kleine Musik-Lichter-Show. Es ist zwar immer die selbe Musik aber trotzdem schön anzusehen, auch wie sich alle anderen es dazu gemütlich machen und dem kleinen Schauspiel beiwohnen. Am Ende gibts die Nationalhymne, der Springbrunnen inszeniert das Wasserspiel in Blau-Weiß und die meisten Leute stehen dazu auf. Innerlich entfläucht mir ein WOW, sowas gibt es bei uns nicht mehr. Wahrscheinlich sind wir das einzige Land auf der Welt, wo die Leute für ihr Land nichts mehr übrig haben oder sich nicht mehr trauen, wenn ich das und dazu die vielen Nationalfahnen in Argentinie, Bolivien und Chile sehe.
Ich bin wieder auf der Straße, habe mich aber dazu entschlossen einen Abstecher zur Aussicht auf den Aconcagua zu machen. Aus der Stadt raus führt mich eine etwas kleiner Nebenstraße an einem herrlich blau schimmernden Stausee vorbei. Viele Ausflügler sind unterwegs und nutzen die warmen Temperaturen, um in den Fluß davor oder den See selber zu springen. Für mich wird es wieder etwas bergiger, es lässt sich herrlich fahren und ich kann mal wieder die vielen fantastischen Aussichten genießen. Der Argentinische Grenzposten kommt in die Nähe und sortiert aus wer über die Grenze will oder wer einfach nur zur „Inca-Brücke“ und zur Aconcagua-Aussicht möchte. Da ich nicht nach Chile will kann ich weiter fahren und erreiche bald die Puente Del Inca. Die Brücke entstand einfach durch Erosion und bekam die Färbungen durch die dortigen Termalquellen. Es ist natürlich alles sehr touristisch aber so ist das eben. Ich gönne mir noch eine kleinen Salat, manchmal suche ich regelrecht nach etwas frischem und fahre noch zwei Kilometer weiter, um auf den Aconcagua zu schauen. Es gibt einen fußläufigen Aussichtspunk, von wo ich auch meine Fotos mache, möchte mir aber im Parkbüro daneben noch ein Ticket kaufen, um noch einige wenige Kilometer weiter hoch zu einer noch besseren Aussicht fahren zu können. Aber angeblich ist geschlossen. Ich sehe noch Autos von oben kommen und so spät ist es eigentlich auch noch nicht aber es führt kein Weg vorbei. Wenn ich es richtig verstehe, angeblich wegen des Windes. Vielleicht auch weil sich dort oben ein paar Wolken zusammenziehen. Ich denke, sie werden schon wissen, was sie tun und fahre nach einem Kaffee wieder bergab. Die gesamte Strecke bietet herrliche Stops zum fotografieren…! Ich bleibe eine Nacht in Uspallata und mache mich am nächsten Tag wieder auf den Weg nach Süden.
Auch hier wird die Fahrt einigermaßen eintönig! Hier und da gibt es klasse Aussichten aber gröstenteils ist es warm flach und Wüstenlandschaft mit vielen Sträuchern. Quer ab sehe ich die Berge und frage mich ob ich nicht eine Straße näher dran gefunden hätte? Aber ich habe ein Ziel vor Augen! El Sosneado bzw. die Termas Del Sosneado mit Hotelruine mitten in den Bergen im Nirgendwo. In Sosneado selber tanke ich, gönne mir noch einen Kaffee und ein Sandwich, frage nach dem Weg, der wie sich herausstellt gleich um die Ecke beginnt und mache mich auf den selbigen. Ich bin wieder auf Schotter, ab und zu rüttelt es ganz gut lässt sich aber fahren. Entlang des Flusses der mir entgegen kommt bleibt es eine ganze Weile flach, bis ich langsam in die Berge eintauche und sich um mich herum herrliche Formationen erheben. Hier und da gibt es nun auch ein Bächlein durch dass ich durch muss und so hat die Tour ein bisschen was von Abenteuer, Panorama und freudiger Erwartung. Nach ca. 70km taucht die Rouine auch endlich auf. Es hat ein bisschen was mystisches, die Überreste des Hotels und der Terme in dieser Kulisse zu sehen. Ich bin nicht der einzige Camper, die besten Plätze sind bereits vergeben und direkt ans oder ins Hotel wollte ich nicht. Also suche ich mir ein halbwegs gerades Plätzchen etwas unterhalb auf der „Wiese“ am Fluß. Ich stelle schnell fest, dass die Wiese ganz schön garstig ist und das es kein sanft wiegendes Gras, sondern abgefressenes Hartgras ist. Ich weiß nich wie ich es sonst gerade bezeichnen soll aber es pieckst ungemein. So sehr, dass ich sogar Angst um meinen Zeltboden habe. Ich ziehe also noch den zuzätzlichen Schutzboden drunter und selbst da habe ich noch den ein oder anderen Pieckser der durch kommt. Aber ich denke es wird funktionieren. Zumindest lege ich noch meine Motorradjacke under die Isomatte, denn wenn die ein Loch bekommt, dann ist im wahrsten Sinne des Wortes die Luft raus. Ich habe mir von der Tanke noch zwei Bier mitgenommen und sie sogar noch kühl bis hierher gebracht. Also Badehose an, Handtuch und Bier und ab ins Termalwasser. Ich will nur in das eine kleine „Naturbecken“ und es ist auch nicht so warm wie vermutet. Warm ja, aber eher pumslau! Es riecht ordentlich schwefelig und ich bin mir nicht sicher ob ich nicht im Schlafsack alles wieder ausdünste? Ich proste mir mit meinem Nachbarn zu, der gerade ein Feuer macht, um dort Fleisch drauf zu legen. Er hat allerdings eine Flasche Rotwein dabei. Bin ich neidisch? Jaein, ich finde das kühle Bier angenehmer. Allerdings wäre es für später am Abend sicher eine Option gewesen. Ich schmeiße meinen Benzinkocher an und wie so üblich bereite ich mein Menü, Nudeln mit Tomatensoße vor. Auf meinem Hocker und ans Motorrad gelehnt lasse ich den Abend auskliongen, genieße das zweite Bier und bewundere, wie nur noch die letzten Zipfel der Bergspitzen in abendliches Rot getaucht werden. Bald übernimmt der Mond und ich gehe mit einem letzten Blick in die Runde ins Bett. Ich muss die Nacht mal raus. Was ein Glück! Naja, nicht wegen des müssens aber wegen des Sternenhimmels! Die Milchstarße liegt direkt über dem Tal und alles funkelt voller Sterne! Ich stehe eine ganze Weile da und lege den Kopf in den Nacken, will mich aber nicht zu sehr abkühlen und verschwinde wieder. Die Sonne erwärmt das Zelt und es verspricht wieder ein herrlicher Tag zu werden. Mein Frühstück ist einfach! Bisschen Banane, ein paar Nüsse, Datteln, Kokosöl und ein paar Kracker, Orangensaft aber ich weiß ja, in 70km komme ich wieder an die Tankstelle. Ich nutze die Gelegenheit und lasse die Drohne hoch und schaue mir alles noch einmal von oben an. Ich packe fahre nocheinmal ans Hotel, fotografiere von dort noch etwas und fahre den selben Weg bis nach Sosneado zurück.
Ich sitze an der Tankstelle in Sosneado, mache so etwas wie Mittag oder zweites Frühstück und überlege, was meine nächsten Ziele sind. Es ist der 30.12.2025 und Silvester steht vor der Tür und ich habe keine Ahnung wie, wo, was in Argentienien so abgeht!? Es ist zwar über 100km in die falsche Richtung aber ich entscheide mich nach San Rafael zu fahren und dort Silvester zu verbringen. San Rafael ist relativ groß, daher erwarte ich ähnlich wie in Mendoza, ein nettes Restaurant zu finden und mir für die Silvesternach ein bisschen was zu gönnen. Auch diese Stadt ist wieder, wie fast überall in Quadraten angelegt. Ich finde ein Hotel auch hier wieder sehr zentral, mit einer Unterstellmöglichkeit für das Motorrad einen Block weiter und buche mich für zwei Nächte ein. Heute am 30. habe ich keine Schwierigkeiten, alles ist quirlig und so lasse ich den Tag ausklingen. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück setze ich mich in die Lobby und arbeite fleißig an der Seite. Noch haben die Geschäfte auf. Als ich soweit bin, ist es früher Abend und ich habe lust auf ein kühles Blondes und will mir danach ein entsprechendes Restaurant suchen. Tja…nunja…alles zu! So richtig alles! Die Straßen sind noch erschreckender leer gefegt als in Mendoza. Und da alles quadratisch gebaut ist kann ich auch meilenweit die Gass runter schauen. Nichts! Noch nicht einmal ein paar einsame Rücklichter! Schiete! Doch ein kleines Lokal an der Straße finde ich, doch ich darf nicht dort konsumieren. Also kaufe ich mir zwei Flaschen Patagonia 24.7, setze mich auf mein Zimmer mit einer Tüte Erdnüsse und arbeite an der Homepage. Um Mitternacht gehe ich auf den Zentralplatz und genieße die Stille! Ein paar andere sind dort auch auf einen Spaziergang, man wünscht sich gegenseitig Feliz Ano Nuevo, es gibt hier und da sogar ein paar Böller und irgendwo auch Raketen und ansonsten…
Prost Neujahr!
Das neue Jahr hat begonnen, ich sattel mal wieder auf und steuer wieder dem Süden entgegen aber nicht ohne einen kleinen Umweg über den Cañón Del Atuel. Super touristisch entlang des Flusses! Es gibt viele Cabañas, Campingplätze, Bodegas, ja hier hätte ich hinfahren sollen, hier wäre bestimmt Stimmung gewesen und ein Empanada hätte ich auch sicher gefunden. Also wieder eine Erfahrung reicher! Der Fluß entspringt einem Staudamm und dort hört dann auch der Tourismus auf und ich bewege mich weiter hoch und bekomme einen ganz guten Blick auf den angestauten See. Bald schlängel ich mich wieder an dem Fluß weiter bis ich nach El Niuhil komme. Dort schütte ich mir erst einmal einen Liter kalte Limonade in mich rein und bestell ein Hotdog. Ich biege ab und komme wieder auf die Straße, die mich nach San Rafael geführt hatte und bin etwas flotter nach El Sosneado und weiter unterwegs. Allerdings gibts natürlich, wie soll es anders sein eine kurzen Fotostop am Lago Salinas Del Diamante. Ich fahre das dritte Mal durch Sosneado, halte aber nicht wieder an. Na gut, der Tempomat steht auf 85, was nicht wirklich flott ist, aber dabei kann ich gemütlich kucken. Mich überholen zwei Motorräder mit Holländischen Kennzeichen. Bei ihm rört der Auspuff richtig geil aber das würde ich wohl nicht ohne Ohrstöpsel auf Dauer fahren wollen. Wirklich weit komme ich nicht mehr, bzw. will ich auch gar nicht, da die Optionen vernünftig unter zu kommen schwinden, bzw. es erst später wieder welche gibt. Also halte ich in Malergüe und auch hier ist relativ tote Hose! Das Hotel was ich für mich entdecke ist etwas außerhalb zurück, in der Nähe der Tankstelle, hat aber so etwas wie einen Pool. Gut, zwei Schwimmzüge und ich stoße mir den Kopf aber das Wasser ist erfrischend zusammen mit einem Becks und ein paar Erdnüssen genieße ich noch etwas Sonne und lese dabei. Nächster Tag, nächstes Ziel, Chos Malal auf der Routa 40. Eine Weile fahre ich noch Asphalt und nicht weit bevor ich wieder auf Schotter komme läuft mir ein Armadillo über die Starße. Versucht es zumindest und bleibt auf halber Strecke stehen. Bis ich es realisiert habe bin ich an ihm vorbei. Ich bringe meinen Dampfer zum stehen, drehe um aber entdecke ihn nicht mehr. Wie schade! So einen wollte ich auch schon immer mal life und in Farbe sehen. Es geht auf Schotter über! Eine breite Straße aber mit zum Teil etwas höheren Schotterstreifen zwischen den Autospuren lässt Vorsicht walten! Zum Glück gibt es etwas Wind, der die Staubwolken schneller verbläst und so komme ich ganz gut voran. Doch da wo alle anhalten, stoppe ich auch, es scheint ja was zu sehen zu geben. Eine Brücke über eine schmale tiefe Schlucht weckt von allen das Interesse und so gibt es was zu trinken, Banane und Fotos. Die Landschaft ändert sich mal wieder ein wenig und es ist definitif Vulkangegend. Ich genieße die Fahrt, an den Schotter habe ich mich gewöhnt, aufpassen muss ich aber trotzdem! Das lehrt mich auch bald ein Unfall, den ich sehe. Das unmittelbare Geschehen nicht aber das Auto was ca. 20m hinter dem linken Fahrbahnrand mit eingedrückter Scheibe und verbeult dahsteht. Es gibt genügend ander Autos, die bereits angehalten und Hilfe geleistet haben. Den Insassen scheint wohl nichts passiet zu sein und ich frage trotzdem einen vor Ort stehenden Mann was los ist und ob noch Hilfe gebraucht wird. Aus dem was er sagt und seinen Gesten, ist das Auto wahrscheinlich zu schnell gewesen, auf dem Schotter ins Schlingern geraten und ab in die Pampa gerauscht, hat sich wahrscheinlich auch einmal überschlagen. Nun weiß ich wie die Autowracks, die man öfter mal sieht auch dort hingekommen sind. Ich fahre weiter und ca. eine Stunde später kommen mir Krankenwagen und Polizei entgegen. Die brauchen also noch eine Weile, bis sie dort sind…. Die letzten Kilometer nach Chos Malal sind dann wieder auf Asphalt und in einem Ort davor meine ich die beiden Holläder wieder gesehen zu haben. Wir winken uns kurz zu und in Chos Malal, dann das Übliche, Unterkunft suchen, Duschen, Beine vertreten, was trinken und Essen gehen. Die kleine Pension hat kein Frühstück und da ich auch noch tanken will, gedenke ich ein kleines Frühstück an der Tankstelle zu nehmen. Ich fahre an den Letzten der gerade noch tankt ran, bis mir der Tankwart erklärt, ich sollte mich doch besser an der Schlange hinten anstellen. Hahaha, die hatte ich glatt übersehen oder für parkende Autos gehalten. Ich entschuldige mich fahre einmal um den Block und stelle mich brav hinten an. So lange dauert es dann doch nicht und als ich dran bin fragt der Tankwart, der mich bedient, wo ich her komme. Er kann ein paar Worte Deutsch und so wird das ein zwar sehr kurzer aber netter Smalltalk. Ich schiebe die Dicke beiseite und hole mir Kaffee, Sandwich und Croissaint und mache Frühstück. Da steht der selbe Tankwart gerade noch einmal neben mir und drückt mir einen Routa 40 Chos Malal Aufkleber als Geschenk in die Hand und wünscht mir eine gute Fahrt. Der Aufkleber kommt natürlich sofort dran! Kurz vor dem Ortsausgang dann ein Wahrzeichen, dass hier an der Stelle in Chos Malal die Mitte der Routa 40 ist.
Unterwegs überholen mich wieder die beiden Holläder aber etwas später in Las Lajas stehen sie an einem Lädchen und machen Pause. Ich geselle mich dazu, da ein bisschen Pause, was kaltes trinken und ein kleiner Snack gar nicht so schlecht sind. Wir quatschen etwas und so erfahre ich, dass sie im Norden Alaskas gestartet und nun auf dem Weg nach Ushuaia ihrem Ziel sind und das innerhalb von fünf Monaten! Wahnsinn, da sind sie echt viel, eigentlich fast nur gefahren!! Wir sagen good bye and see you on the road again und ziehen weiter. Ich brauche noch etwas und düse hinterher. Lustigerweise treffen wir uns in Zapala an der Tankstelle wieder, diesmal aber richtig auf Wiedersehen. Das Ziel war eigentlich das gleiche San Martin De Los Andes aber mir war die Strecke bisher etwas fade und in Maps hatte ich gesehen, das es eine Strecke näher an den Bergen gibt. Es ist erst gegen Mittag also noch viel Zeit und so fahre ich etwas zurück und biege Richtung Berge ab. Die Enscheidung war genau richtig! Die Landschaft ändert sich, es wird sanft hügeliger, das Grün schöner und die ganze Szenerie einfach was Feines. Pinien stehen mit einmal in der Landschaft, ganze kleine Wälder, einzeln an Hängen, tiefe Täler mit Flüsschen, irgendwie richtig idyllisch! Zudem tauchen weit im Hintergund schneebedeckte Bergspitzen und scheinbar Vulkankegel auf. Ja, ich bin auch wieder auf Schotter unterwegs und die Staubwolken zeigen mir wo die Straße weiterführt. Nach den fast langweiligen Strecken die Tage davor, genieße ich voll diese herrlichen Aussichten! Ich nähere mich dem See Alumine und somit auch wieder Aspahlt. Ich fahre in Villa Pehuenia rein und stelle fest, das ist voll wieder ein Touristenziel! Booking.com zeigt mir fast keine Auswahmöglichkeiten an also Fahre ich erst einmal ans Wasser, gehe in ein Cafe und pausiere bei einem guten Kaffee und einem Stückchen Kuchen. Ich frage den, der mich bedient hat, wo man hier gut unterkommen kann und so erfahre ich, dass es hier wirklich voll ist es aber einen ganz guten Campingplatz weiter vorne gibt. Ich schätze es ähnlich ein und habe irgendwie keine Lust überall klingeln zu gehen und so fahre ich direkt den Campingplatz an. An der Rezeption meinen sie, ich soll doch einfach reinfahren, schauen ob ich was passendes finde, das Zelt aufschlagen und wenn ich es mir gemütlich gemacht habe, vorbeikommen und Bescheid sagen. Genau so mache ich es, gehe danach noch in dem kleinen Platz-Lädchen vorbei, kaufe Bier, Wein, Tomatensoße und die frisch fritierten Handteller großen Teilchen, die nächsten Morgen mein Frühstück werden sollen. Eins bekomme ich gleich zum probieren und so frisch ist es natürlich lecker. Einfach nur Teig, etwas süßlich, fritiert und schmeckt ohne alles! Das Bier ist für den Strand! Badehose an und ein paar ordentliche Züge in dem wohltuend erfrischenden Wasser wirken einfach herrlich!! Ich koche das üblich schnelle Campergericht, wobei die Tomatensoße wieder einen extra Schuß Kräuter und zwei Zehen Knoblauch bekommt. Und so klingt mein Abend mit einer kleinen Flasche Malbeck aus. Allerdings staune ich, wie freimütig meine Nachbarn, zwar in den befestigten und dafür vorgesehenen Feuerstellen aber in dem dichten Kiefernwäldchen ordentlich einheizen. Irgendwie ist es ja doch Sommer und Kiefern brennen gut. Zum glück passiert nichts!











































































































































































